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Finanzlexikon: multiplikator

multiplikator

Ein Multiplikator bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen Quotienten, der angibt, wie sich ein ursprünglicher wirtschaftlicher Impuls in einer Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage niederschlägt. Der Staatsausgabenmultiplikator gibt beispielsweise an, um wieveil Euro sich das Bruttoinlandsprodukt erhöht, wenn der Staatsverbrauch um 1 € erhöht wird. Der Multiplikator ist um so höher, je niedriger die Sparquote ist, und er ist um so niedriger, je höher die Importquote und die Steuern sind.

Zusammen mit dem Akzelerator-Prozess ist der Multiplikator-Prozess ein wesentlicher Mechanismus, durch den es zu einer Selbstverstärkung wirtschaftlicher Impulse kommt.

Analog definiert ist der Geldschöpfungs-Multiplikator. Er gibt an, wie stark sich die Geldmenge erhöht, wenn die Zentralbank einen geldpolitischen Impuls gibt. Er ist um so niedriger, je höher die Mindestreserve- und die Liquiditätsreservesätze sind.

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